Elena Becker MA

Das Werk des Negativen oder: Synthese-Struktur

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Der Fund einer „Drohne“ auf dem Flugplatz Leipzig zieht weitere diplomatische Spannungen zwischen Deutschland sowie „EU“ und Rußland nach sich. Rußland weist eine Beteiligung an dem möglichen Anschlag zurück.

Als u.a. Sanktion wurde in Berlin das (sog.) „Rußland“-Haus geschlossen.

Daraufhin wurden in Rußland die (sog.) „Goethe“- Institute geschlossen.

In Deutschland ereigneten sich zudem weitere oder geplante Anschläge auf (sog.) „Umspann“- Werke.

Wegen „Drohnen“- Gefahr ordnete der ukrainische Präsident Selenskyi eine Sperre des ukrainischen Luftraums an.

Der russische Präsident Putin kritisierte die „Blockade“ scharf.

Vorschul-Kinder in Deutschland sollen jährlich auf ihre sprachlichen Fähigkeiten getestet werden.

Die USA und Venezuela schlossen ein Abkommen über dortige Öl-Felder.

Kulturwissenschaft im allgemeinen und Anthropologie im besonderen pflegen sich, teils im Gegensatz zu Dialektik und Strukturalismus, auf die anhand vergleichender Forschung erzielte Freilegung der „Genesis“ von Sprach- und Kulturentwicklung zu beschränken, ohne deren Grundlagen zu zerstören.

Sie zeichnet zumal eine besondere „Vorliebe“(J. Dewey)1 für „symbolische“(ebd.) Erfahrungen, Handlungen und -sprachliche- Ausdrucksmittel aus, deren gemeinsames Charakteristikum darin besteht, ein „Unsichtbares“(ebd.) im „Sichtbaren“(ebd.) aufweisen, zutage zu fördern und zu bezeichnen.

Die Kulturforschung gibt aber nur gelegentlich Auskunft darüber, auf welch „prekäre“(Dewey, S. 56) d.h. zufallsbedingte („kontingente“) und insbesondere „gefährliche“(ebd. S. 57) wie bedrohliche Situationen die Menschheit in ihrer jeweiligen Kulturentwicklung reagiert und sich diesen angepaßt hat.

Auf der Basis und vor dem Hintergrund -natürlicher- Gefahrensituationen und bedrohlicher Szenarien entwickelten sich, wie der Pragmatist John Dewey („Erfahrung und Natur“) dokumentiert, religiöse etc. „Überzeugungen“(ebd.) und „Dispositionen“(ebd.), bildeten sich „Zeremonien, Riten, Kultur(en)“(ebd.), formten sich unter diesem Einfluß, Dewey:

“Moral, Recht, Kunst und Industrie“.(J. Dewey. Erfahrung und Natur. S. 57)

Auf dieser Grundlage wiederum zirkelten sich die ästhetischen, ökonomischen etc. Formen und Felder ab, die sich nach dem Muster des -Dewey- „l´art pour l´art“(ebd.) oder „Geschäft ist Geschäft“(ebd.) zeitigten und abspielten.

Ihren generativen Ursprung hatten diese Ökonomien also in wechselseitigen, transaktionellen Handlungen mit dem „Übernatürlichen“, das sich auf das menschliche „Glück“(ebd. S. 57) bedrohlich auswirken konnte nach dem Prinzip des „quid pro quo“(lat.) und „do ut des“(lat.).

Dabei weckten sie ein Bedürfnis nach analogen Satisfaktionshandlungen, also, wie Dewey präzisiert:

„nach Sühne-, Buße- und Gemeinschaftsgaben“(Dewey, S. 57).

Unter diesem spezifischen kulturanthropologischen Aspekt, der im genuinen Erfahrungsbereich des Religiösen und dessen „positiv“ sanktionierten Dispositiv wurzelt, erscheinen denn auch die in der politisch-ökonomischen Aktualität gebräuchlichen Reaktionsformen und im besonderen:(negative) „Sanktionen“ deduktiv ableitbar und im Dewey´schen Sinne: dialektisch2.

Unter „dialektisch“ versteht Dewey in erster Linie aber ein, erklärt Dewey selbst dazu: „synthetisch“(ebd. S. 192) vorgehendes Denken und -logischer- „Diskurs“(ebd.), der „neue Objekte“(ebd.), „Bedeutungen“(ebd.) und „Kombinationen“(ebd.) hervorbringt, statt

„lediglich das zu explizieren, was wir schon besitzen.“(J. Dewey.ebd.)

Diesem Sinngehalt nach aber bleibt Deweys Terminus der „Dialektik“ nahezu unverändert dem -Modell- einer Hegelschen konform, nicht dem eines „Deduktionismus“(ebd.), wie Dewey diesen apostrophiert.

In diesem Sinne hatte auch G.W.F. Hegel in seinen „Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte“ den Verlauf des weltgeschichtlichen Ganges mit dem nach vorangehender „Auflösung“(Hegel)3 in Hegels Worten:“Hervorgehen eines neuen Prinzips“(ebd.) beschrieben.

Der als „Um-Bildung“(ebd.) explizierte geschichtliche Entwicklungsgang ist synthetisch, also „Neues“ produzierend insofern, als nicht nur, Hegel zufolge:

“(W)as vorher nur in konkreter Einzelheit bestand,... in Form der Allgemeinheit verarbeitet (wird).“(G.W.F. Hegel.Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte. S.179)

„(E)s ist aber auch“, betont Hegel,

„ein Neues, eine andere weitere Bestimmung vorhanden.“(ebd.)

Dieses -synthetisch- „Neue“, das aus der Umbildung(ebd.) „formell“(ebd.) resultiert, aber eine -Hegel- „inhaltliche Differenz“(ebd.) einträgt, notiert Hegel darin, daß der „Geist“(ebd.) neue und andere „Interessen und Zwecke“(ebd.) besitzt.

An anderer Stelle hat Hegel aber bereits verdeutlicht, daß es der „Staat“(ebd. S.164) sein soll, der diese -welcher Art auch immer- „inhaltliche Differenz“(ebd. S.179) beibringt, also den -neuen- Inhalt (ebd. S.164), der zu den „Traditionen“(ebd.) der -familialen- Stammesgeschichte etc. und der (gr.) „Mnemosyne“(ebd.), dem „Andenken“(ebd. S. 165) hinzutritt.

Wenn es für ein politisch organisiertes und strukturiertes Staatswesen oder, wie Hegel schreibt, für ein „festwerdendes, zum Staate sich erhebendes Gemeinwesen“(ebd. S. 164) erforderlich wird, „Gebote, Gesetze, allgemeine und allgemeingültige Bestimmungen“(ebd.) zu erlassen, erscheint es in -Hegels- Dialektik ebenso dringlich, diese „fest“ gewordenen Bestimmtheiten wieder aufzulösen, in anderen Worten (Hegels), von Zeit zu Zeit durch „Kriege“ o.ä. zu „erschüttern“.

Um die Umbildung und prästrukturalistische „Auflösung“(ebd. S. 179) ins bleibende „Werk“(ebd. S. 176) zu setzen, ist ein korrosives (Hegel, S. 178) „Negatives“(ebd.) am Platz und tätig, das Hegel im Zeit-Geist(ebd.), dem der „Zeit“(ebd.) analogen „Geist“(ebd.) veranschlagt, das selbst Negative und Unbeschränkte, das, so Hegel:

“mit allem Beschränkten fertig wird.“(ebd.)

Diese „task role“ fällt aber damit in Hegels „Weltgeschichte“ -nicht- dem Geist der „Sprache“(ebd. S. 166) zu, deren „ausgedehnte, konsequente Grammatik“(ebd.) Hegel als das „Werk des Denkens“(ebd.) und -Hegel explizit- „Tat(!) der theoretischen Intelligenz“(ebd.) hervorhob.

Aber dieses Werk des sprachlichen „Geistes“, hält Hegel dagegen, ist nicht derjenigen Taten des „selbstbewußten Willens“(ebd.) zu vergleichen und damit in eins der „sich andere Äußerlichkeit... gebenden Freiheit“(ebd.).

Nur die vorübergehende „bestimmte Gestalt“(Hegl, S. 178) des phänomenalen „Geistes“ verhindert, daß sich die Zeit wie der griechische Gott der Zeit, „Kronos“(ebd. S. 176) dauernd in sich selbst „verschlingt“(ebd.) und bewirkt, daß dieses zeitliche und selbst zerstörerische „Vorübergehen“(ebd.) von Zeit zu Zeit mit Hegel: „sistiert“(ebd.) wird.

Über das Synthetische der neuen „Gestalt“ soll die mit Th.W. Adorno („Negative Dialektik“): „Tathandlung“4 der sprachlichen „Synthese“(ebd.) vollbracht werden, in der das nachgerade identitätslogische Denken die „Versöhnung“(Adorno, S.151) des Allgemeinen mit dem einzelnen „Ich“(ebd.) präfiguriert.

Auch eine negative Dialektik bliebe nach Adornos Konzession darin „falsch“(ebd. S. 150), „identitätslogisch“(ebd.), wenn sie auch in ihrem „kritischen Fortgang“(ebd.) -wie der Hegelsche Geist- gezwungen wäre, sich fortlaufend zu „berichtigen“(ebd.).

Auch aus Sicht des Pragmatisten Dewey läuft ein dialektisches oder -Dewey- „deduktives Denken“(Dewey, S. 193), das von der -Dewey-. „Fähigkeit der Wesen“(ebd.) abstrahiert, „in jede Anzahl von neuen Fähigkeiten einzugehen“(ebd.) in eine identitätslogische oder seinsontologische Vorstellung zurück, in der die neuen „Bedeutungen“(ebd.) in ein eigenständiges (Ideen-)“Reich“(ebd.) erhoben(ebd.) werden.

In dieser Phase, in der das Denken das „An sich“ in seiner „abstrakten Form“5, so Hegel in seiner „Phänomenologie des Geistes“, zur „Einsicht“(ebd.) gelangt, ginge ihm, so hätte Hegel in seiner „Phänomenologie“ darauf geantwortet, der Gedanke des „für andere“(ebd.) auf, in dem aber die inhärente Bedeutung der „Nützlichkeit“(ebd. S. 387) bereits wieder an die „ungeteilte Substanz der (absoluten) Freiheit“(ebd.), Hegel:“verloren“(ebd.) sein soll und die Existenz in den, Hegel:“Schrecken des Negativen“(ebd. S. 392) versetzt wird.

Auch dies geschieht in der Bewegungsform der „Erhebung“ des einzelnen Geistes, dessen -negatives- „Werk“(ebd. S. 187) des -revolutionären- Terrors als „allgemeines(!) Werk“(ebd.) -dialektisch- in das „negative Wesen“(ebd. S. 391) umgeschlagen ist.

Damit tritt der Geist in seiner -reinen- Negativität in eine basal als Elektrizität vorgestellte „Wechselwirkung“(ebd.) des, Hegel:“reinen Wissens und Willens mit sich selbst“(ebd.) ein, das sich aus der „Unmittelbarkeit“(ebd.) der reinen Erfahrung generiert, die aus der -Abstraktion (Hegel, S. 393)- des rein Negativen in die -Hegel- „absolute Positivität“(ebd.) umschlägt und sich -wandelt.

Der Hegelsche Gedanke, der sich darin von der Vorstellung einer zyklischen Weltgeschichte etwa Giambattista Vicos u.a. unterscheidet, weist die Idee eines ewigen „Kreislaufs der Notwendigkeit“(ebd. S. 392) dezidiert ab, die nur die -Zitat Hegel- „Durchdringung des [besonderen] Selbstbewußtseins und der [universalen] Substanz“(ebd.) zum Resultat hätte, in der sich das besondere Selbstbewußtsein nicht als solches „wissen und finden“(ebd.) könnte.

Der Kulturtheoretiker Daniel Bell stellte in „Die Zukunft der westlichen Welt“ die These auf, daß

„die Menschen in Anbetracht ihrer biologischen und soziologischen Lebensbedingungen keine adäquate Identität in irgendeinem universalen Kodex finden können, sondern notwendigerweise in der Spannung zwischen Besonderem und Universalem leben müssen.“(D. Bell. Die Zukunft der westlichen Welt. S. 196)

In diesem Kontext referiert Bell die zyklische „Erklärung“(ebd.) Vicos, auf den die u.a. von F. Nietzsche aufgegriffene „Theorie der [ewigen] Wiederkehr“(ebd.) zurückgeht.

Demzufolge entwickelte sich die „Menschheitsgeschichte“(ebd.) in den drei aufeinander folgenden Stadien, die gemäß Vicos aus dem 18. Jahrhundert datierenden Historienwissen konkret durch -Phasen- des „Verfalls“(ebd.), des „inneren Zusammenbruchs“(ebd.) oder einer „Eroberung von außen“(ebd.) sowie „Rückfall in die Barbarei“(ebd.) zäsuriert sind.

Nach diesen durchweg zerstörerischen Stadien(ebd.) beginnt der dreigliedrige Zyklus von neuem. Einen Ausweg aus diesem „deterministischen Kreislauf“(Bell, S. 197) sieht D. Bell wie Hegel u.a. nur in der

„Fähigkeit des Menschen, seine eigene Geschichte zu machen.“(D. Bell.ebd.)

Diese Perspektive fundiert sich aber auf der von Vico und Th. Hobbes6 sowie R. Descartes(ebd.) geteilten Ansicht, daß nur das „verum factum“(Vico; Bell, S. 197) bedeutsam sei, in dem also die Identität von „Machen“(ebd.) und „Herstellen“(ebd.) als „Bedingungen des Wissens“(ebd.) und der Erkennbarkeit präsupponiert wird.

Und Ernst Bloch („Subjekt-Objekt“), demzufolge Hegel den „Geschichtsphilosophen aus dem Barock“(ebd.), Giambattista Vivo, „nicht gekannt“(ebd.) hätte, stiftet dazu das zum Beleg dienende Zitat G. Vicos:

“da die historische Welt ganz gewiß von Menschen gemacht worden ist, so können in den Modifikationen unseres eigenen menschlichen Geistes ihre Prinzipien aufgedeckt werden.“(G. Vico zit. n. E. Bloch. Subjekt-Objekt. S. 65)

Der Ausweg, den eine „historische“ Menschheit wählte, verlief aber tatsächlich nicht über den -Weg- einer Hegelschen „List der Vernunft“(Bell, S. 197), sondern bisweilen den einer „Revolution“ und mit D. Bell:“marche générale einer Klasse“(D. Bell, ebd. S. 197)

Jean-Paul Sartre fügt diesem Bild die, Sartre zufolge, auf K. Marx rekurrierende Idee einer „energetischen“ Umwandlung und „Umgestaltung“7 der revolutionären „Gruppe“ ein.

In seiner „Kritik der dialektischen Vernunft“ expliziert Sartre:

“Wenn man also daran denkt, daß die Arbeit -... eine konkrete Realität als Prozeß, als Umwandlung der Energie ist, dann kann man in gewisser Hinsicht sagen, daß die Praxis der Gruppe darin besteht, ständig ihre eigene Reorganisation zu bewerkstelligen, das heißt, ihre objektive Totalisierung durch die erzeugten Dinge und die erreichten Resultate zu verinnern, ihre neuen Differenzierungen und ihre neuen Strukturen daraus zu machen(!) und gleichzeitig diese Umgestaltungen auf neue Ziele hin zu überschreiten.“(J.-P. Sartre. Kritik der dialektischen Vernunft. S. 411)

In diesen Umgestaltungen der Gruppe formiert und bildet sich keine totale oder -mehrere- „Synthese(n)“(Sartre, S. 410), ebensowenig eine -Sartre- „Totalität in Aktion“(ebd.), sondern eine

„zirkulierende und ständig ablaufende Totalisierung.“(ebd.)

Sie wird im Zeichen der historischen „Französischen Revolution“(1789), die J.-P. Sartre in seiner „Kritik der dialektischen Vernunft“ einer philosophischen Retrospektive unterzog, dabei sowohl in Gestalt der „revolutionären“ (Terror-)Gruppe als auch des „Kleinbürgers“(ebd.) totalisiert und -vom „Terror“(ebd.)- motiviert(ebd.).

Dabei bringt der „Terror“ auch selbst neue „synthetisch(e) Produkt(e)“(ebd. S. 468) hervor wie den „Eid“(ebd. S. 469) und verfestigt sich in einer kollektiven „Gestalt“(ebd.) der „juristischen Macht“(ebd.) sowie seiner statutarischen „Rechtsform“(ebd.).

Der Strukturalismus (G. Deleuzes) erlegte der „ablaufenden Totalität“ von vorne herein keine feste oder „totale“ Strukturform auf.

Dagegen ist jede Struktur, erläutert Gilles Deleuze in „Woran erkennt man den Strukturalismus?“ per se eine „Infrastruktur“(Deleuze,ebd. S. 27).

Die „Bestimmungen“(ebd. S.22), aus denen sich eine Struktur bildet, konfigurieren sich„mathematisch“ betrachtet, aus „Differentialverhältnissen“8 und durch gegenseitige „Determination“(ebd.) z.B. „phonematischer“(ebd.) Verhältnisse in einer „Sprache“(ebd.) sowie aus „symbolischen Elementen“(ebd. S.22), die aber in einer -Deleuze-

„vollständigen Bestimmung der besonderen Punkte... einen Raum konstituieren, der diesen Elementen entspricht.“(G. Deleuze. Woran erkennt man den Strukturalismus? S. 22)

Damit wird die Frage nach der -geschichtlichen oder strukturalen- „Genesis“ auf die -Deleuze- Freilegung(ebd. S. 23) der „symbolischen Elemente, differentielle(n) Verhältnisse und besondere(n) Punkte“(ebd. S.23) gelenkt, die dem Strukturbereich „eigen sind“(ebd.).

Der Strukturalismus wäre so in der Lage, die, wie es Michel Foucault in „Dispositive der Macht“ formulierte: „Punkte der Transformation“9 zu ermitteln(ebd.), die eine spezielle „strategische“(ebd.) Dialektik (ebd.) des „Kampfes“(sic; ebd.) als dialektischen „Widerspruch“(ebd.) lokalisierte und identifizierte.

„(D)ann ist es sicher“, so Foucault,

„daß all das, was ihn lokalisieren kann,..., dem Wert einer Sperre oder einer Blockierung haben wird.“(M. Foucault. Dispositive der Macht.S.213)

Die Fixierung auf die, Foucault wörtlich:“dürftige Logik des Widerspruchs“(ebd.), die für das 19. Jahrhundert und, so Foucault:“spezifische Probleme des Kampfes und seiner Strategie“(ebd.) paradigmatisch war, wirft für Foucault eine „historische Frage“(ebd.) auf.

Damit rührt Foucault nicht an das „strategische Denken“(ebd. S. 214) der „großen Staaten“(ebd.) des 19. Jahrhunderts, sondern an die „Logik“ der guerillaartigen „revolutionären Kämpfe“(ebd.), die -Foucault-

„nur in einer sehr von den Umständen abhängigen Weise gedacht haben.“(ebd. S. 214)

Konkret also wandte sich diese „Strategie“(ebd.) des „schwächsten Gliedes“(ebd.) gegen Schwachpunkte, die das Ziel eines „lokalen Angriff(s)“(ebd.) und Aktion werden konnten, die sich durch die, Foucault:“Wahl (ihrer) Plazierung radikal gegen das Ganze richte(n)“(ebd.) konnte.

Strukturalistisch gesehen aber ist der „Widerspruch“(Deleuze, S. 57) nicht „dialektisch“.

Er „leitet“(ebd.) sich vielmehr aus dem „leeren Platz und seinem Werden in der Struktur“(ebd.) ab.

„Deswegen“(ebd.), sagt der Strukturalismus, sind es immanente (Struktur-)“Ereignisse“(ebd. S. 58), bei denen es sich um -innere- „Tendenzen“(ebd. S. 57) handelt.

Gilles Deleuze:“Wir nennen sie [Struktur-]Unfälle.“(ebd.) E.B.